eine kleine zusammenfassung zu unsere 'klassenfahrt' nach 'hangzhou' X)
abfahrt
treffen pünktlich um 8am morgens um sofort loszufahren war angekündigt, aber das war natürlich utopisch und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass das ersthaft so geplant war. es hat selbstverständlich noch mal etwa eine stunde gedauert, bis alle langschläfer eingetrudelt sind und die verirrten den richtigen treffpunkt gefunden haben ...
dann sind wir mit 6 busen (immerhin war eine ganze schule unterwegs, die 'international school' ;) ) ca. 2 stunden bis hangzhou gefahren.
hangzhou
in hangzhou mussten sabrina und ich die strafe für schlechtes zuhören zahlen: wir hatten verstanden, dass wir erstmal ins hotel gehen, dann dort essen und anschließend zum see gehen und nach 2 stunden freizeit dann weiteres programm kommt. die realität sah jedoch so aus, dass wir in ein restaurant gegangen sind, anschließend 2 stunden am see freizeit haben sollten und dann mit dem bsu weitergefahren sind. das resultat: wir 2 waren die einzigen beiden, mit vollen gepäck ... zu unserer rechtfertigung: die ansage war komplet auf chinesisch und wir waren müde ...
im bus hatten wir kärtchen mit tischnummern bekommen. sabrina und ich waren am gleichen tisch zusammen mit einigen mongolen und einem japaner aus unserem kurs. die stimmung war ... unterkühlt, förmlich, ... jedenfalls wusste niemand so richtig, was er machen sollte. das resultat war, das alle kaum was gegessen haben, obwohl der tisch vollgeladen war mit leckerem essen ... schade ...
danach sind wir an den xihu (西湖, westsee) gegangen und hatten dort also 2 stunden zeit (mit vollem gepäck :'( ) da wir die runde um den see ja schon gemacht haben, sind wir diesmal in einen kleinen park am rand des sees gegangen. dort haben sich wieder x wieviele brautpaare photographieren lassen, diesmal gleich von den selben photographen, so dass wir fast vermuten, das waren photoshootings für brautmoden ...
nach nur etwa 2 stunden (und einer halben bis alle wieder im bus saßen), ging es gleich weiter, dann obwohl uns die klassenfahrt als ausflug nach hangzhou angekündigt wurde, haben wir dort echt nicht mehr als einen zwischenstop gemacht.
qiandao
千岛 heißt übersetzt 1000 inseln, und ist name einer stadt sowie eines riiiiesigen sees (qiandauhu, 千岛湖). genaugenommen, ist der qiandaohu kein natürlicher see, sondern ein stausee, der in den 50ern angelegt wurde, und die über tausend inseln (wikipedia sagt 1077 große inseln) waren mal berge. wenn man dort ist, kann man sich das gar nicht vorstellen, da die landschaft wunderschön ist und kein bisschen künstlich wirkt.
nach weiteren 3 stunden fahrt sind wir in der stadt angekommen, und sind diesmal wirklich ins hotel eingezogen ... die schule hatte für uns 2er-zimmer im besten hotel der stadt reserviert (= 3sterne, mit badewanne :) - dazu muss man noch sagen, dass uns dieser ausflug sage und schreibe 50yuan gekostet hat ...). sabrina und ich haben uns ein zimmer geteilt. für diesen abend gab es kein weiteres programm, also haben wir und in einem größeren grüppchen (bestehend aus karo, sabrina, michaela, gitasha, torsten, hilda, domi und mir) auf die suche nach etwas essbaren gemacht. und da gab es echt genug, an jeder straßenecke, überall - kleine stände mit lecker duftenden sachen und diesmal sehr viel verschiedenem gebäck. aber da wir 'richtig' essen gehen wollten, haben wir nur ein paar sachen aus neugierde getestet.
unser offizielles essen bestand dann aus so was wie reistöpfen mit hühnchen.
eher aus zufall sind wir bei unserer suche auf den renminguangchang (volksplatz, einen solchen gibt es wohl in jeder chinesischen stadt, nicht nur in shanghai) gestoßen, wo eine riesengroße gruppe frauen jeden alters mit fächern zu musik getanzt hat. dort haben wir erstmal eine ganze weile zugeschaut. da michaela schon mal in qiandao war, konnte sie und erklären, dass die frauen dort jeden abend tanzen, und zwar extrem lange. als wir nach einer ganzen weile noch mal dort vorbei gekommen sind, waren immer noch ziemlich viele da.
am anderen ende des renminguangchangs befindet sich eine see (es war schon dunkel, deswegen bin ich mir nicht sicher, aber es würde mich nicht wundern, wenn das schon der qiandaihu war ...) mit einem wunderschönen wasserspiel, das von bunten lichtern und musik unterstützt wird. wir sind so lange geblieben, bis das wasserspiel ausgestellt wurde - und noch ein stückchen länger, da domi den deckel ihres kameraobjektives zwischen die holzplanken hat fallen lassen und wir somit die nächste halbe stunde damit beschäftigt waren, auf allen vieren dort rumzukriechen und zu versuchen den deckel mit einem paar essstäbchen und dem licht einiger handies wieder rauszufischen - zur freude der chinesen ... wir waren mal wieder die attraktion, nach kürzester zeit hatten wir eine traube schaulustige um uns herum. eine chinesin hat sogar ein paar lange kochstäbchen für uns geholt. viele versuche später hat es schließlich eine andere chinesin wirklich geschaft, den deckel mit den essstäbchen für uns rauszufischen :D (wir haben uns x mal bei ihr bedankt und domi war überglücklich ...)
eigentlich wollten wir an dem abend noch was unternehmen, aber so viele möglichkeiten gab es da nicht und das karaoke war uns zu teuer. das highlight des abends bestand dann schließlich aus einem bad in der badewanne (wenn man immer nur von einer plätscherdusche vollgetröpfelt wird, ist eine badewanne richtiger luxus ...).
der nächste tag begann 6.45am mit dem klingeln unseres weckers und des hoteltelephons (gleichzeitig, die lehrer hatten vorgesorgt ...). das hotelfrühstück war leider dürftig, ich weiß nicht, wie der chinesische anteil einzuschätzen war, aber den westlichen konnte man nicht als frühstück bezeichnen ...
danach haben wir unsere sachen gepackt und in den bus verladen. da wir etwas spät dran waren, mussten wir uns diesmal aufteilen. ich habe einen platz neben einem mann bekommen, denn ich erstmal für einen lehrer gehalten habe. wie ich dann aber später mitbekommen habe, war er auch schüler, ein koreaner X)
diesmal ging der ausflug zu einem hafen am qiandaohu und wir haben eine bootsrundfahrt gemacht. die 6 buse wurde dafür auf 3 große 2-etagige boote aufgeteilt. nachdem sich alle natürlich sofort auf dem oberen außendeck ringsrum verteilt hatten, wurden wir erstmal zurück gepfiffen in den unteren teil des bootes und mussten uns einen vortrag einer (weiteren) reiseführerin anhören (jeder der 6 buse war seit shanghai mit einem reiseleiter ausgestattet). danach konnten wir aber wieder raus und photoknipsen X) ...
den ersten halt haben wir auf einer kleinen insel gemacht, auf der zu aller überraschung strauße gehalten wurden. es gab auch ein älteres bemitleidenswertes tier, das für photos herhalten musste (man konnte sich drauf setzen und mit einem straußenei photographieren lassen - und zu unserem entsetzen haben das extrem viele leute gemacht).
danach sind wir noch ein stück weiter gefahren zu einer insel, wo man mit einer seilbahn zu einer aussichtsplattform fahren konnte (obwohl der höhenunterschied idiotisch gering war, aber nur aus gag und weil ich mir auch nicht so sicher war, wie lange man zu fuss brauchen würde, bin ich also auch mit dieser seilbahn hoch gefahren). der ausblick war wirklcih umwerfend schön.
wieder unten (das erste mal, dass ich mit einer seilbahn runter gefahren bin), ging es erst mal zum essen auf's schiff. da wir mal wieder nicht gerade die ersten waren, mussten wir uns aufteilen. diesmal habe ich einen platz an einem tisch mit fast nur japanern bekommen - was wiederum bedeutet hat seeeehr förmliche atmosphäre und nix mit bauch voll schlagen (zu meinem glück war noch michaela mit da und 2 spaßvögel aus meinem kurs).
den letzten halt haben wir auf der 'schlangeninsel' gemacht - eine insel auf der schlangen in unmengen in bedenklich offenen gehegen gehalten wurden. auch hier gab es natürlich die möglichkeit zu photos mit riesen schlangen ... und noch krasser: ein gehege, in das die besucher geld werfen konnten, bis ein bestimmter betrag zusammen gekommen ist, dann haben die wärter lebende mäuse rein geworfen ... nix für westler mit hang zum tierschützertum ...
danach ging es nur noch zurück in den hafen. bereits auf dem boot haben schon viele geschlafen, als wir dann in den bus eingestiegen sind, waren wenige minuten später die meisten im reich der träume ... ich hab auch eine weile geschlafen X)
eigentlich hätten wir 5 stunden zurück fahren sollen, aber sobald wir uns shanghai genähert haben, war stau, so dass es im endeffekt länger gedauert hat (da ich aber gegen ende so richtig schläfrig geworden bin, hab ich davon nicht mehr so viel mitbekommen, nur dass es zwischendurch einen geisterfahrer auf der autobahn gab, hab ich mitbekommen ...)
soviel zur klassenfahrt. fazit: ich hätte nie im leben gedacht, dass man wirklich die ganze international school auf einmal auf reisen schickt, hat man aber. und das reiseziel war auch eine überraschung für mich, aber eine positive, da ich davon ausgegangen bin, dass wir nach hangzhou fahren und ich darüber schon fast ein bisschen enttäuscht war ...
alles in allem war die klassenfahrt toll :)
vor 16 Jahren
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen