also zurück zu den tagesberichten:
am sonnabend habe ich mich also - obwohl ich langschläfer bin, v.a. am we - um 7.30am aus dem bett gequält. aber es hat sich gelohnt: sabrina und hatten beschlossen, diesen tag für einen besuch des yuyuan zu nutzen. und da wir ja schon einige male pech mit den sehenswürdigkeiten wegen ihrer öffnungszeiten hatten, wollten wir diesmal gleich zur öffnung (8am) da sein.
um dahin zu kommen, haben wir wieder die buslinie 123 bis zum bund genommen (auch, weil wir der citibank noch einen besuch abstatten wollten ..., die genaue haltestelle heißt übrigens auf englisch: nanjing-east-road, the bund). von da aus haben wir uns mit einer straßenkarte weiter auf die suche gemacht. es ging sogar erstaunlich gut - wir mussten zwar wegen einer großen baustelle einen anderen weg nehmen, als wir wollten, aber im grunde haben wir uns nicht verlaufen. beim yuyuan waren wir dann schließlich gegen 9am. der eintritt kostet 40yuan.
wir waren mindestens 3 stunden in dem garten, bis wir der meinung waren, wirklich alles gesehen zu habe.
danach sind wir noch etws in dem viertel um den yuyuan herum geschlendert. es gibt dort eine auf alt getrimmte (und von chinesischen touristen überlaufene) shoppingmeile (und wenn sie nicht gerade so sachen wie starbucks oder kfc enthalten würde, wäre sie schon fast eine attraktion für sich ...). wenn man sich vom yuyuan entfernt kommt man dann wieder in ein eher typisch chinesisches viertel - wieder kleine individuelle häuse mit läden und restaurants in der unteren etage, die nach außen hin offen sind.als die zu ende war, waren wir so kaputt, dass wir nur noch nach hause zurück gefahren sind.
an dem abend war noch eine kennlernparty für die ausländischen studenten in der wunderbar, zu der wir (nach einigen umwegen) gegangen sind, allerdings war das eher ein reinfall und so sind wir nach kurzer zeit wieder heim gegangen.
jetzt bin ich bei 'heute' (sonntag) angelangt - unserem große gau: unser erster ausflug, nach suzhou!!
da wir uns nicht sicher waren, wie das mit den chinesischen zügen funktioniert, sind wir auf nummer sicher gegangen, was bedeutet: ich bin 6am aufgestanden ...
im endeffekt war das aber ganz gut so ... wir (karo, romana, sabrina und ich) haben uns um 7am getroffen, sind mit der metro zum hauptbahnhof gefahren (da ich ja hier ohnehin schon so viel vom essen erzählt habe: unterwegs haben wir uns eine art herzhafte eierkuchen am straßenrand geholt (dalianxiaobi), die wirklich gut schmecken!), das hat wider erwarten 1 stunde gedauert, so dass wir immer noch eine stunde bis abfahrt zeit hatten (was auch gut so war ...)
in china zu zu fahren funktioniert komplett anders als in deutschland: man muss sein ticket schon vorher gekauft haben, denn nur mit ticket kommt man überhaupt in den bahnhof rein. dabei wird auch gleich noch das gepäckt durchleuchtet (oder was auch immer) wie auf dem flughafen. schließlich begibt man sich in riesige wartehallen, wo eine bankreihe einer bestimmten zugnummer entspricht. von dort aus geht es zu den gleisen. allerdings werden die tore dahin erst 20min vor abfahrt geöffnet. an den toren wird noch mal das ticket kontrolliert. und dann stürmt man mit den unmengen menschen auf den richtigen wagen des zuges zu, denn auf den tickets steht auch eine wagennummer und eine platznummer (es gibt auch stehplätze, aber wie das funktioniert, weiß ich nicht).im zug wird das ticket dann nicht noch mal kontrolliert, was ich auf diese weise eigentlich gaz gut finde ...
bis nach suzhou fährt man mit dem schnellzug (d-zug) von shanghai aus ca. 40min. das ganzes kostet rund 25yuan. dazu waren wie züge top in schuss und die sitzplätze groß. da kann sich die db mal ein beispiel dran nehemen ...
in suzhou mussten wir erstmal in der nähe des bahnhofs bleiben, da wir noch auf 2 andere freunde (der australier luke, der uns beim inet geholfen hat und sein mitbewohner chris, aus hongkong) warten. sie hatten die tickets noch später als wir gekauft, deswegen hatten sie nur noch plätze in einem k-zug bekommen, das bedeutet, sie sind etwa zur gleichen zeit losgefahren, aber eine stunde später angekommen ...
alle zusammen sind wir schließlich mit 3 fahradrikschas zur beisita (eine große pagode) gefahren. ich fand das gar nicht toll, weil ich ein total schlechtes gewissen bekommen habe, wenn ein paar alte männer sich mit uns im gepäck einen berg hochakern ...
der eintritt der pagode hat 25yuan gekostet. sie wird in reiseführern empholen, um sich einen ersten überblick über suzhou zu verschaffen, da sie sehr hoch ist. da ich aber höhenangst habe, bin ich glicj nur bis zur ersten etage mit gekommen, danach habe ich unten auf die anderen gewartet ... die pagode befindet sich in einer art tempel, den wir danach besichtigt haben. es gibt dort ebenfalls eine sehr schöne parkanlage - ein chinesischer garten, der in gleicher, aber nicht ganz so prunkvoller art wie der yuyuan angelegt ist, und natürlich kleiner. wir haben wieder etliche photos geschossen ...
danach waren wir mittagsessen in einem fonduerestaurant, das teuer war (in china bedeutet das 20yuan pro person ...) und mich nicht gerade begeistert hat ...
anschließend sind wir mit dm bus zum liuyuan (liu-garten) gefahren - suzhou ist vor allem berühmt für: seine kanäle, seine gärten und seide. der liugarten war sehr groß, wieder ein typisch-chinesischer garten im stile des yuyuan, aber auch nicht mit ihm vergleichbar. auf der anderen seite hat er aber auch natürlicher gewirkt.
im liu garten mussten sich schließlich luke und chris von uns trennen, da sie auch mit dem rückticket pech gehabt hatten und wiel eher als wir fahren mussten. wir sind noch bis zum schließen des gartens um 5.30pm (ebenfalls sehr zeitig ...) geblieben.
wir waren uns nicht sicher, wie weit wir vom bahnhof entfernt waren, außerdem hatte der bus ewig gebraucht. deswegen haben wir schließlich ein taxi zurück zum bahnhof genommen. im endeffekt war das aber gleich um die ecke, so dass wir am ende eine stunde am bahnhof gewartet haben.
die zeit in suzhou war leider viel zu kurz um einen wirklichen eindruck von der stadt zu bekommen. von den vielen gärten konnten wir nur einen besichtigen, und das kanalsystem, für das die stadt berühmt ist habe ich nur an einer stelle kurz im vorbeigehen gesehen ... es sieht also alles danach aus, als ob wir irgendwann noch mal nach suzhou fahren müssen ;)
(für nächste woche steht erst mal hangzhou auf dem plan, diesmal vielleicht auch mit übernachtung ...)
im wohnheim in shanghai sind wir letztendlich kurz nach 9 angekommen.
soweit so gut ...
morgen wollen wir erst mal ausschlafen und uns dann nooch mal auf die suche nach billigen klamotten begeben. zumindest weiß ich inzwischen besser, wo ich nach so was suchen muss ...
ich habe mich übrigens inzwischen mit postkarten eingedeckt. allerdings habe ich irgendwie keine adressen mitgenommen (sorry ...). wer also eine karte aus shanghai haben will, der muss mir seine adresse zukommen lassen. es gibt sogar eine kleine auswahl: shanghai bei tag, shanghai bei nacht und shanghai in den 40ern ;)
das war's dann erstmal ...
liebe grüße,
alin
die bilder sind wunderschön. ich kann dich beruhigen, der kitsch wirkt ;) ich hoffe du schleifst mich da auch hin, wenn ich dich besuche komme.
AntwortenLöschenlg, die claudia